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Eigenfetteinspritzung

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Andl
Beiträge: 1
Ich möchte euch von meiner Eigenfetteinspritzung in meine rechte Brust berichten (Gewebsdefekt).
Um eine Ungleichheit nach einigen Misslungen (nicht durch Doz. Worseg) Burstvergrößerungen zu korrigieren entschieden sich Doz. Worseg und Dr. Bartsch mir Eigenfett aus den Oberschenkeln zu entnehmen und in den Busen einzuspritzen um das fehlende Gewebe auszugleichen. Bei mir war an der rechten Brust-unten kein Gewebe mehr vorhanden - das Implantat zeichnete sich ab und an der Innenseite stand eine "Ecke" des Implis heraus!
Optisch kein schönes Bild!
Jedenfalls geschah der Eingriff im Dämmerschlaf - und ich kann nur sagen danke - denn ich mag nix mitbekommen :-)
Vor der dem Eingriff wurde mir an den Oberschenkeln an der Außenseite eine kleine Fläche angezeichnet, wo das Fett entnommen werden sollte. Dann ab in den Dämmerschlaf.
Als ich aufwachte hatte ich keine Schmerzen - weder an den Oberschenkel noch an der Brust - nur einen kleinen Rausch :-) Aber dank dem Dämmerschlaf (viel besser als Örtliche oder Vollnarkose) konnte ich nach gut 45 Minuten nach dem Aufwachen wieder nach Hause. Am Abend verspürte ich dann leichte Schmerzen (wie blauer Fleck) beim Hinsetzen - sobald ich aber gesessen bin - waren sie wieder weg. Wie ein blauer Fleck - obwohl ich gar nicht blau wurde (ca. 5,6 Tage). Ich hatte zwei kleine Einstiche links und rechts an den Oberschenkeln - die super verheilt sind. Am Anfang war das Fett am Busen „überdimensioniert“ – dies baut sich jedoch zum Teil wieder ab und hat ein schönes Bild ergeben. Ich finde die Eigenfetteinspritzung eine super Methode – weil sie „dauerhaft“ ist und keine Allergien auslöst. So eine „Fläche“ wie meinen Gewebsdefekt hätte man mit keinem anderen Filler korrigieren können. Faszinierend finde ich was man damit schon alles machen kann (Augenringe, Wangenaufspritzen, Narben aufspritzen etc.).
Und ich kann nur jedem sagen – keine Angst vor dem Dämmerschlaf – es ist wirklich ein „Komfort“. Keine Schmerzen – kaum Nachwirkungen!
Liebes IFPC-Team – ich danke Euch von Herzen, dass Ihr mir so geholfen habt!!!!!!!!! Und ich sage auch danke, dass ich mich immer sehr, sehr wohl bei Euch fühle !! 

21.03.2011 13:57
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rolfb
Beiträge: 152
Hallo!

Danke für den Beitrag. Eigenfett hat sicherlich in diesem Forum einen guten Platz.
Diese Methode die seit vielen Jahren schon etabliert ist, aber nach wie vor immer verfeinert wird, eignet sich aus unserer Sicht sehr gut um Konturdefekte oder wie im Fall der Patientin Dellen durch Implantate auszugleichen.
Voraussetzungen sind ein paar Fettpölster :-)
Reine Augmentationen mit Eigenfett stehen wir kritisch gegenüber:
Wenn man es bei Patientinnen durchführt, die kaum eine Brust haben, muss der Eingriff mehrmals wiederholt werden, was aus unsere Sicht nur Nachteile bringt.
Brüste die zb. durch Schwangerschaften "leer" geworden sind, eignen sich ebenfalls nicht besonders dazu, da ein Auffüllen des leeren Hautmantels ebenfalls in mehreren Sitzungen durchgeführt werden muss.
Bei Fragen zu Eigenfett bitte nur zu.

RB

11.04.2011 13:36
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VikiB
Beiträge: 3
Guten Tag Herr Dr. Bartsch!

Da ich über eine sehr kleine Brust verfüge (70-75 AA oder weniger), aber Implantate für mich nicht in Frage kommen, finde ich grundsätzlich die Möglichkeit von Eigenfetteinspritzungen sehr interessant. Dieser Satz von Ihnen hat mich aber aufhorchen lassen:

"Reine Augmentationen mit Eigenfett stehen wir kritisch gegenüber:
Wenn man es bei Patientinnen durchführt, die kaum eine Brust haben, muss der Eingriff mehrmals wiederholt werden, was aus unsere Sicht nur Nachteile bringt."

Mit meiner Veranlagung trifft "kaum eine Brust" wohl zu - allerdings erwarte ich auch keine Wunder oder maßgebliche Veränderung. Ein A von meinen Doppel-A wegzubekommen, so dass mir auch Standardunterwäsche passt (zB 75A), fände ich eigentlich schon sehr zufriedenstellend. ;-)

Könnten Sie vielleicht genauer und ausführlicher auf die Nachteile eingehen bzw. warum die Eigenfetttherapie für die (kleine) Brustvergrößerung nicht geeignet ist?

Und falls es doch möglich wäre, würde es Probleme geben, wenn man anschließend noch eine Warzenvorhofverkleinerung durchführt?

Vielen Dank!!

27.07.2013 12:56
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rolfb
Beiträge: 152
Hallo Viki!
Vor einigen Jahren wurden die Eigenfett Brustvergrösserungen vor allem deswegen kritisiert, da man annahm, dass bei Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge falsche Befunde gemacht werden könnten. Dies wurde in vielen großen Studien widerlegt und ist daher vom Tisch.
Kritisch zu sehen ist es daher nicht, aber vor allem nur bei wenigen Patientinnen möglich. Man braucht für so einen Eingriff ca 300 ml Fett pro Brustseite. Das bedeutet dass die Patientin schon ein paar Fettdepots haben muss und die Brust muss über ausreichend festes Gewebe verfügen.
Die meisten Patientinnen die sich eine Brustauffüllung oder -vergrösserung machen lassen wollen haben wenig eigenes Fettgewebe und wollen meist 1-2 BH-Körbchengrößen mehr. Wenn es, so wie in Ihrem Fall, um ein natürliches Ergebnis mit nur maximal einer BH-Körbchengröße geht, kann der Eingriff sicherlich sinnvoll sein.
Genaueres können wir gerne in einem unverbindlichen Beratungsgespräch besprechen. Falls ich noch weitere Fragen online beantworten kann, einfach schreiben
Lg
RB

28.07.2013 22:23
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